Das Wissens-Schloss

Science Castle Osterburg

„Das Wissens-Schloss in der Osterburg“

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GPS-Referenzpunkt an der Mauer der Osterburg

Moderne Navigationsgeräte sind kaum noch wegzudenken aus einer hochgerüsteten technischen Welt. Sie sind das Maß der Dinge. Heutzutage werden sogar ehrwürdige Mauern, die jahrhundertealt sind, mit GPS in Verbindung gebracht. So auch in der Osterburg zu Weida. Hier gibt es seit Mai 2017 einen GPS-Referenzpunkt.
Jeder kann seine GPS-fähigen Geräte selbst testen.

Und auch für das Spiel „Pokémon Go“ oder die moderne Schatzsuche „Geocaching“ ist ein gut funktionierendes GPS-System von Vorteil. Somit gibt es in der Burg nun also neben den virtuellen Monstern und Schätzen auch einen Eichpunkt fürs Smartphone.

So prüfen Sie Ihren GPS-Empfänger:
1. Suchen Sie den Referenzpunkt an der Burgmauer neben dem Fahnenmast auf.
2. Stellen Sie Ihren GPS-Empfänger auf eines der angegebenen Bezugssysteme ein.
3. Setzen Sie Ihren Empfänger auf den Referenzpunkt auf.
4. Bestimmen Sie Ihre Standortkoordinaten mit Ihrem GPS-Empfänger.
5. Vergleichen Sie Ihre Messwerte mit unseren Koordinaten des Referenzpunktes.


Die Stiftung Osterburg setzt sich für das „Wissens-Schloss“ ein

Unter dem Dach des Neuen Schlosses reift die Idee zum "Wissens-Schloss". Mehrmals wurde bereits die Bedeutung der Naturwissenschaften für den Alltag erörtert. Alle Altersklassen an einem besonderen außerschulischen Lernort für technische Phänomene zu begeistern, das ist das Ziel des „Wissens-Schlosses“. Dem Fachkräftemangel entgegenwirken, kann man nur mit frühzeitigem Praxisbezug. Das bedeutet auch, Firmen und Forschungsinstitute einzubeziehen. Erste Kontakte wurden bereits geknüpft.
Auch die notwendigen Sanierungsmaßnahmen sind klar: die neu gestaltete Fassade verlockt zu großen Plänen, aber es bleibt viel zu tun! Nicht nur die notwendige Hausinstallation und Ausstattung muss geschickt in die historische Bausubstanz integriert werden, zunächst müssen das Deckentragwerk in den Geschossen ertüchtigt, Zwischenwände und Fußböden erneuert und Brandschutzauflagen erfüllt werden. Der erforderliche Finanzrahmen liegt bei ca. 5 Millionen Euro.

Zahlreiche Gespräche wurden bereits geführt, um Interesse für die Idee zu wecken. Das „Wissens-Schloss“ hat schon viele Befürworter gefunden.
Stiftungsvorstand und Kuratorium stehen vor der Herausforderung ständig dranzubleiben, die Idee weiterzuentwickeln und Kontakte auszubauen.
Kürzlich hat sich der Förderverein „Freunde der Osterburg“ positioniert.
Klar ist allen Beteiligten: die Idee ist gut, aber woher kommt Geld für die notwendigen Maßnahmen?

Die Stiftung Osterburg als Projektträger braucht deshalb weitere Unterstützer, Stifter und Macher:
Die Erträge des Stiftungskontos sind spärlich, was an der Niedrigzinsphase liegt. Neue Kapitalzuflüsse und Zustiftungen gab es in den letzten Jahren nur wenige. Für 2016 gilt der Dank insbesondere dem Vermessungsbüro und Frau Margit Golle für insgesamt 2.000,- € sowie Familie Dr. Dorf, die wieder 500,- € Stiftungsmittel zur Verfügung gestellt hat.
Stifterbriefe scheinen kaum mehr attraktiv, obwohl sie eine Zeitlang gern für Jubiläen gekauft wurden. Erhältlich sind die Stifterbriefe weiterhin in der Osterburg oder der Weida-Information. Das Stiftungskapital beträgt aktuell 89.863,81 €.


Eine große Freude ist das Vermächtnis von Herrn Arndt Prasse. Der Fabrikantensohn aus Stuttgart, ein Enkel des Oberamtsrichters Friderici, jener war 1921 Justizrat auf der Osterburg, hat der Stiftung Osterburg zu Weida 150.000,- € hinterlassen. Arndt Prasse hatte bereits 2006 und 2009 jeweils 3.000,- € gestiftet. Diesmal ist jedoch die Summe nicht für den Stiftungsstock bestimmt. Es soll etwas „gemacht“ werden für die Burg. Und so entschieden Vorstand und Kuratorium der Stiftung kürzlich, einen Teil des Geldes für die weitere Entwicklung des Konzeptes für das Wissens-Schloss einzusetzen.
Das Wissens-Schloss lässt viele Nutzungsmöglichkeiten zu. Wissenschaft, Historie, Kunst, aber auch Veranstaltungen aller Couleur.
Bringen Sie Ihre Ideen ein, wenn über die weitere Nutzung der Osterburg diskutiert wird.

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Kinder auf die Burg

Schon lange ist es den Stadtvätern ein Dorn im Auge, dass sich die im Oster-burggelände genutzten Räume nur im Alten Schloss, dem Burgturm und in der Remise befinden. Hier gibt es eine vielfältige museale Nutzung. Bis auf die gastronomische Nutzung der unteren Etage, einem Künstleratelier und dem Moritzgewölbe als Veranstaltungsraum steht der größte Gebäudekomplex – das Neue Schloss – leer. Trotzdem wurde durch die äußere Sanierung der Fassade, der Schieferdacheindeckung und dem Anbau eines Fahrstuhlschachts das Gesamtensemble attraktiv aufgewertet. Bis 1985 diente das Neue Schloss als Jugendherberge. Seitdem plant man nun für eine Fläche von fast 1.500 qm eine neue Nutzung. Für den Ausbau der Räumlichkeiten auf insgesamt drei Etagen ist jedoch ein konkretes Nutzungskonzept Voraussetzung. Die Grundidee dafür heißt schon seit längerem „Kinder auf die Burg“. Oder Schüler. Weidas Stadtrat hat 2014 mit dem Beschluss zur Nutzung des Neuen Schlosses grundsätzlich entschieden, die Flächen für Schülerlabore, Experimentierstationen und Ausstellungsflächen zu naturwissenschaftlichen und technischen Themen zur Verfügung zu stellen. Dabei wird an eine außerschulische Weiterbildungs-möglichkeit gedacht. Diese Maßnahmen und die geplanten Mitmach-Ausstellung könnten ein überregional attraktives Ziel werden und die Wirtschaft der Region bei der Fachkräftegewinnung unterstützen.

Von der Technikausstellung zur Idee

Vom 23. März bis zum 4. November 2012 war anlässlich des 125-jährigen Jubiläums der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt (PTR) im Osterburgmuseum eine Ausstellung zu sehen, die an das Wirken der PTR und späteren Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) erinnerte. Die Ausstellung bot einen Einblick in die Forschungsaktivitäten der PTR – die Quantenphysik wurde hier begründet – sowie in die Entwicklung der Messtechnik. Neben historischen Geräten waren in der Ausstellung zahlreiche Geräte aus den Anfangsjahren des 20. Jahrhunderts zu sehen. Ausstellungshöhepunkt war die erste und einzige Atomuhr der DDR. Das Schicksal dieses Geheimprojektes der DDR und der Weg der Atomuhr von Berlin-Friedrichshagen über Bratislava (Slowakei) ins thüringische Weida wurden dargestellt.


Standortfaktoren

Die umfangreichen Sanierungsarbeiten am Bergfried und am Neuen Schloss von 2011 bis 2013 haben die Burg aufgewertet und wurden von der Bevölkerung sehr interessiert verfolgt. Bedeutsame bauhistorische Erkenntnisse konnten gewonnen und dokumentiert werden. Die Baumaßnahmen wurden durch das ELER-Programm der Europäischen Union gefördert. Damit war jedoch nur die Neugestaltung der äußeren Hülle möglich. Mit der Dachsanierung entstand ein wunderschöner großer Dachgeschossraum, der sich geradezu als Veranstaltungsraum anbietet. Die darunter liegenden beiden Etagen sind noch unsaniert.

Jedoch wurde bereits im Rahmen der Außensanierung ein Brandschutzkonzept erstellt und damit die Fluchtwegesituation geklärt. Das neue Treppenhaus ist als barrierefreier Zugang konzipiert und mit einem Fahrstuhl versehen worden, der die bequeme Erschließung aller Etagen ermöglicht.
Die Zufahrt zum Burghof ist nur mit kleineren Fahrzeugen möglich. Ausreichend PKW-Parkplätze und ein Bus-Stellplatz stehen am Scheunenweg zur Verfügung, der sich in nur 5 min Fußweg-Entfernung befindet.

Aktuelle Situation

Der Anfang ist gemacht, aber es bleibt viel zu tun. Die notwendige Hausinstallation und Ausstattung muss geschickt in die historische Bausubstanz integriert werden; zunächst müssen das Deckentragwerk in den Geschossen ertüchtigt, Zwischenwände entfernt und Brandschutzauflagen erfüllt werden. Der erforderliche Finanzrahmen dafür liegt bei ca. 5 Millionen Euro. Erste Planungsunterlagen vom Architekturbüro Dr. Görstner aus Saalfeld liegen bereits vor.

Ein weiterer Schritt auf dem Weg zum Wissens-Schloss

Eröffnung eines GPS-Referenzpunkts

Moderne Navigationsgeräte sind kaum noch wegzudenken aus einer hochgerüsteten technischen Welt. Sie sind das Maß der Dinge. Heutzutage werden sogar ehrwürdige Mauern, die jahrhundertealt sind, mit GPS in Verbindung gebracht. So auch in der Osterburg zu Weida.
Hier wurde am 18. Mai 2017 durch den Präsidenten des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation, Herrn Uwe Köhler, ein neuer GPS-Referenzpunkt eröffnet.

Mit den Referenzpunkten überall im Land, so auch auf der Osterburg, ist beabsichtigt, das Vermessungswesen (Geodäsie), die Vermessungsbehörden auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene und die privaten Vermessungsberufe für den wissenschaftlichen Nachwuchs interessant zu machen. Obwohl GPS den Alltag bestimmt, sind die dahinterstehenden Basisverfahren kaum bekannt. Das soll sich durch die öffentlichkeits-wirksame Aktion und die Jahresausstellung „Vermessung“ im Burgmuseum ändern.

Diese naturwissenschaftlichen Ausstellungen aus den Bereichen Physik, Astronomie und nun Geodäsie sind Schritte auf dem Weg zum Wissens-Schloss, einer Idee die Osterburg zum Lernort für Schüler und Lehrer zu machen. Mit dem neuen Referenzpunkt gehen wir 2017 einen weiteren Schritt.

Der praktische Nutzen ist klar: Jeder kann seine GPS-fähigen Geräte selbst testen.
Und auch für das Spiel „Pokémon Go“ oder die moderne Schatzsuche „Geocaching“ ist ein gut funktionierendes GPS-System von Vorteil. Somit gibt es in der Burg also neben den virtuellen Monstern und Schätzen auch einen Eichpunkt fürs Smartphone.

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In der Osterburg verbinden sich die historischen Fakten mit den wissenschaftlichen:
die Idee vom Wissens-Schloss im Renaissance-Flügel, die Atomuhr in der Remise und der GPS-Referenzpunkt auf der Burgmauer, das hätten sich weder die Vögte noch die Wettiner träumen lassen. Aber diese Herrschaften zogen ja damals noch mit Pferd und Wagen durchs Land. Und selbst in den schlimmsten Wirren und Landstreitigkeiten hörte niemand von ihnen die leise Stimme aus einem viereckigen Kasten sagen:
„Wenn möglich, bitte wenden.“

Probieren Sie es aus, wenn mit dem neuen GPS-Referenzpunkt die Osterburg als historisches Zentrum nun auch zum digitalen Positionspunkt im Vogtland wird.


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Prioritär ist, aus der Idee zum Wissens-Schloss ein tragfähiges Konzept zu entwickeln, das

  • den genauen Bedarf an Lehrräumen, Laboratorien, Experimentalflächen und Ausstellungsräumen,
  • neben der Anschubfinanzierung für den Ausbau auch die dauerhafte finanzielle Absicherung und
  • das notwendige Personal

beschreibt.


Stifter und Macher gesucht!

Dieses Konzept, sowohl technisch-pädagogisch, als auch betriebswirtschaftlich darf den städtischen Haushalt nicht belasten.
Deshalb sind langfristig Partner an das Projekt zu binden.
Die „Osterburg Stiftung zu Weida“ als mögliche Projektträgerin braucht weitere Unterstützer: Stifter und Macher.

Dem Fachkräftemangel in Deutschland und auch in unserer Region entgegen wirken, kann man nur mit frühzeitigem Praxisbezug. Junge Leute für Technik zu begeistern geht am besten gemeinsam mit denen, deren Erwartungen an künftige Mitarbeiter mehr und mehr enttäuscht wurden. Das bedeutet auch, Firmen und Forschungsinstitute einzubeziehen. Erste Kontakte wurden bereits geknüpft: Zu verschiedenen Anlässen und an unterschiedlichsten Stellen wurde die Idee schon vorgestellt, das „Wissens-Schloss“ hat neue Befürworter gefunden. Insbesondere die Industrie- und Handelskammer (IHK) Gera und eine Reihe innovativer Unternehmen aus der Region blicken mit Spannung auf das ambitionierte Projekt. Es gilt nun, die Idee weiterzuentwickeln und die Kontakte auszubauen.

Zielstellung

Im Wissens-Schloss soll die natürliche Neugier von jungen Leuten für Naturphänomene und technische Systeme aufgegriffen und geholfen werden, dieses Interesse und damit auch die Offenheit für eine spätere berufliche Orientierung im naturwissenschaftlich-technischen Bereich zu bewahren. Auch die Bedeutung von Informatiksystemen wird in den Exponaten und Experimenten des Wissens-Schlosses eine wichtige Rolle spielen.

Die Zielgruppen sind nicht nur Schüler verschiedenen Altersklassen, auch Erwachsene – im Rahmen von Fortbildung und Qualifizierung, und natürlich alle, die sich für Wissenschaft und Technik interessieren. Das Wissens-Schloss soll es ermöglichen, ganze Schulklassen zu beschäftigen, aber auch für den Einzelnen Zeit und Raum geben, um sich intensiv technischen Zusammenhängen zu widmen. Workshops und Praktika, Vorträge und Vorführungen sollen zeigen, dass man nicht nur im Unterricht lernen kann.


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Außerschulische Bildung im Wissens-Schloss

Auch die Möglichkeiten der außerschulischen Bildung im Wissens-Schloss dürfen nicht unterschätzt werden. Die Verbindung des historischen Umfeldes mit modernen technischen Informationen und eigenen Erfahrungen beim Experimentieren bieten ein völlig neues Lernerlebnis – für Lehrer und Schüler.
Die zur Verfügung stehenden Räume bieten sich für eine Mitmachausstellung geradezu an: große Räume für Ausstellungen und Vorträge, aber auch abgeschlossene Laborräume zum Experimentieren im kleinen Kreis.
Die Darstellung naturwissenschaftlicher Phänomene soll neugierig machen und Begeisterung auslösen. Aus Alltagssituationen und mit einfachen Mitteln wird dann ganz leicht Interesse für technische Grundlagen geweckt.

Die Themen:

  • Leben im privaten Haushalt,
  • Fortbewegung und Mobilität,
  • Bauen und Wohnen,
  • Umwelt und Energetik, erneuerbare Energien,
  • Bionik und Kommunikation,
  • moderne Technologien

werden eine große Rolle spielen.
Innerhalb dieser Bereiche lassen sich die Kernkompetenzen, an denen es derzeit vielen – nicht nur jungen – Menschen in unserer Gesellschaft mangelt, herausbilden:

Die Fähigkeit

  • sich in einer technisch-naturwissenschaftlich geprägten Welt zu orientieren
  • fächerübergreifendes naturwissenschaftliches Denken einzuüben
  • industrielle Produktionsabläufe zu begreifen und
  • eine kritische Aufgeschlossenheit für neue Technologien zu entwickeln.